Montag, 16. Januar 2006

Hamburg - das Eis ist auf dem Weg

Und die Tage werden doch länger - am Nachmittag bin ich in Magdeburg an der Ostseite der Elbe unterwegs gewesen. Die Sonne bewegte sich schon langsam wieder vom Himmel herab - und ich hatte Lust, die Kamera zu schwingen. In Randau- Calenberge (im Süden, gehört aber noch zu Magdeburg) bin ich dann querfeldein mit dem Auto in Richtung Elbe gefahren - eine Straße, oder besser ein Weg, der eher für Trecker gebaut wurde. An manchen Stellen hab ich schon daran gedacht, wie ich wohl dem ADAC erzählen soll, wo ich bin - und wie er mich dort wieder wegkriegen soll... Aber es ist alles gutgegangen - auch die Bodenwanne hat (diesmal) nichts abbekommen... Beim Fahren hab ich mich allerdings stark an die Trial-Ausflüge mit Felix und seinem Land-Rover erinnert: Immer schön die Daumen raus aus dem Lenkrad, falls es mal "zügig" ausschlägt...
Am Elbufer angekommen, hab ich die vielen Eisschollen gesehen - die sich nun langsam aber sicher in den Norden schieben. Und so, wie die Temperaturen im Moment aussehen, dürfte das Eis auch tatsächlich in Hamburg ankommen. Im Radio haben sie heute schon erzählt, dass sie hier "Eisbrecher" einsetzen. So Dicke ist es hier dann doch noch nicht, würd ich sagen, aber wer weiss. Heute Nacht sind es in Magdeburg etwa minus fünf Grad - eigentlich wär's ja cool, wenn die mal Elbe zufrieren würde... Aber bis das passiert, muss es sehr viel länger sehr viel kälter sein. Übrigens: Die Strömungsgeschwindigkeit der Elbe beträgt im Mittel 3 km/h bzw. 50 Meter je Minute. Ich schätze, dass die Strecke der Elbe von Magdeburg bis nach Hamburg etwa 300 km lang ist - also brauchen die fotografierten Eisschollen für diese Strecke 100 Stunden bzw. etwas mehr als 4 Tage.
Beim Fotografieren hat die Alarmanlage von meinem Auto mal wieder 'rumgesponnen - und einfach so Alarm gegeben. Das ist eigentlich ein eigenes Thema, weil das in der letzten Zeit ziemlich oft schon vorgekommen ist. Neulich, in Hamburg, ist das auch mal passiert - und plötzlich standen zwei Polizisten bei meiner Mutter vor der Tür. Da hatte sich dann schon jemand beschwert. Naja, ich war natürlich längst in der Werkstatt - aber die konnten auch nicht helfen. Heute also wieder dorthin, nachdem die Sonne unterge- gangen war, und beim Auslesen des Fehler- speichers hat sich der Übel- täter zu erkennen gegeben: Ein Steuerelement in der Motorhaube scheint daran Schuld zu haben. Nun mal sehen, ob es das ist...
Morgen wird ein langer Tag; und vor allem - er fängt schon um 7.15 Uhr mit "Verbrennungstechnik" an.

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