Montag, 30. April 2007

Ja sicher! Warum auch nicht?!

Heute nachmittag klingelt mein Handy. Ich gehe ran, melde mich mit Namen - und am anderen Ende fragt mich eine männliche Stimme: "Haben Sie ein Auto zu verkaufen?". Ich bin verdutzt, frage "Wie bitte?", worauf der Typ nocheinmal fragt: "Haben Sie ein Auto zu verkaufen? Egal ob neu oder gebraucht, ich nehme alle Autos. Sie kriegen Bargeld!".
Aha, denke ich - das ist ja interessant. Und frage ihn, wie er denn darauf kommt, dass ich vielleicht ein Auto verkaufen wolle? Daraufhin meint er, "Ich habe Gelbe Seiten geguckt!" Mit einem leichten Kopfschütteln habe ich ihm dann gesagt, dass ich kein Auto zu verkaufen hätte, worauf es dann auch schon "bluuub bluuub bluuub" machte und er aufgelegt hatte.

Passiert Euch das auch, findet ihr auch, dass die Welt immer seltsamer wird? Mir passieren gerade so viele merkwürdige Sachen mit meinen Mitmenschen, und ich frage mich, was los ist - denn "normal" ist das alles nicht...

Freitag, 27. April 2007

Mit dem Rad zur Hochschule

Der Sommer scheint nun endlich zu kommen – gestern hatten wir fast 30° draussen, und auch heute früh glänzt das Wetter mit blauem Himmel und strahlender Sonne. Schön. Perfektes Wetter, um mit dem Fahrrad zur Hochschule zu radeln. Richtig weit ist es nicht, Luftlinie vielleicht 1.500 Meter. Aber ich muss ja auf die andere Elbseite, und so verlängert sich der Weg ein bisschen. Hier zeige ich Euch mal eine kleine Fotostrecke, wie mein Weg so aussieht. Viel Spaß!

Raus aus dem Haus – der Kreisverkehr bei mir direkt vor der Tür. Hier geht's los. Wittenberger Platz nennt der sich übrigens, noch schön mit Kopfsteinpflaster. In dem gelben Haus links im Bild ist ein NP, NiedrigPreis – ein Supermarkt.

Die Sandtorstraße Straße entlang, es geht ein bisschen bergauf, vorbei am Fraunhofer Institut, fahre ich an der Experimentellen Fabrik vorbei, ein bunt angemaltes, modernes Gebäude, in dem "experimentell" geforscht wird. Ich war noch nie da drin, aber das könnte ich auch mal nachholen.

Am Askanischen Platz, der ersten großen Kreuzung, kann man die Elbbrücken schon erahnen. Hier könnte ich auch in eine Straßenbahn steigen, in die 5 bis zur Messe. Aber das hab' ich nur ganz selten gemacht, weil's mit dem Fahrrad echt viel praktischer und schneller geht.

Jetzt fahre ich über die Elbbrücken, von denen man einen phantastischen Blick elbaufwärts hat – über die Elbe und auf Magdeburg-City. Am Horizont sieht man den Magdeburger Dom und rechts daneben das Kloster "Unser Lieben Frauen". Und am Elbufer gibts auch eine Strandbar, wie am Fischmarkt in Hamburg.

Gleich nach den Elbbrücken radel' ich noch über eine andere Brücke – die Friedensbrücke. Denn hier in Magdeburg gibt es, fast wie in Hamburg mit Norder- und Süderelbe, einen Nebenarm, der gar nicht weit entfernt wieder zu einer Elbe wird: die Alte Elbe.

Dazwischen liegt der Werder, eine Art Elbinsel mit netten Wohnhäusern und kleinen Stadtvillen. Auf der Elbinsel findet sich auch der Rotehornpark, also der Stadtpark von Magdeburg, der riesig groß ist. Da kann man auch gut Spazieren gehen, Picknicken, Radeln, Grillen, ...

Die Alte Elbe ist eher still und ruhig. Im Hintergrund erkennt man noch eine alte Brücke, die Anna-Ebert-Brücke. Und hier endlich auch mal zu sehen, ganz klassisch DDR – zwei "Sechzehner", also zwei Hochhäuser im Oststyle mit je 16 Etagen. Die Aussicht von da oben ist ziemlich stark. Aber der Blick von hier ist auch ganz idyllisch, oder? Nur zu Hochwasserzeiten ist hier mehr leben – dann "tobt" die Alte Elbe und das Wasser schiebt sich unaufhaltsam durchs Flussbett – in Richtung Heimat.

Kurz bevor ich in Richtung Herrenkrug abbiege komme ich noch an den Ministerien vorbei. Da weiß ich gar nicht genau, was dort früher mal gewesen ist. Aber die Gebäude sind allesamt schick.

Vorbei am Nautica, einer Badelandschaft, in der ich auch schon öfter mal war, fahre ich nun an der Haltestelle Messehalle vorbei, wo die Straßenbahn 5 endet. Mit Glück kommt hier noch 'ne 6 – dann könnte man umsteigen und das letzte große Stück auch noch mit der Bahn fahren. Aber meistens ist die natürlich gerade weg.

Nun geht es vorbei am Elbauenpark mit dem Jahrtausenturm. Der Park wurde zur Bundesgartenschau auf einem alten Militärgelände gebaut – und ist eine echte Oase. Mich wundert nur, dass da gar nicht so viele Leute hingehen. Da gibt's sogar eine Sommerrodelbahn, die wir immer noch nicht ausprobiert haben. Aber diesen Sommer ist es soweit – Matthias und Nico, seid ihr auch mit dabei?

Das letzte große Stück geht über einen breiten und asphaltierten Radweg, einer hervorragende Piste für Inline-Skater, mitten durch viele Bäume wie in einer schicken Allee. In der Mitte der Straße fährt die Straßenbahn 6 ab und zu mal vorbei.

Nach insgesamt etwa zehn Minuten bin ich auf dem Hochschul-Campus angekommen, der auch aus dem Gelände einer ehemaligen Russenkaserne entstanden ist. Wir haben da viel Grün, viel Wiese, viel Ruhe, überall kabelloses Internet – kurzum, der Campus ist ziemlich schick. Im Hintergrund sieht man schon das Audimax mit dem Mensa-Café, wo ich gleich mein Frühstück essen werde.

Jetzt zwei Vollkornbrötchen mit Salami – die ausgesprochen lecker sind , mit Salat und Liebe gemacht, und immer von netten Damen ausgegeben werden, die sich dazu auch noch jedes Mal freuen, wenn sie uns sehen. Nicht wie an der Uni, wo alles sehr unpersönlich ist. An der Hochschule kennt man sich. Das find ich ziemlich gut.

Und so sieht unser Fachbereich aus – das Bauwesen in Haus 7. Hier "wohnt" unser Professor, hier gibt's den Noten-Aushang, hier gibt's die Klausurenpläne, und hier haben wir auch schon so einige Stunden mit Unterricht verbracht. Und heute suchen André und ich uns einen Raum, um zu lernen. Mal sehen, wo wir landen werden...

Donnerstag, 26. April 2007

Elfter Mai

Und wieder versuchen wir uns im Bestehen der Prüfung in "Technische Thermodynamik" – diesmal am elften Mai. Wir lernen zwar sehr viel dafür, aber die Lichter sind uns immer noch nicht aufgegangen. Also – Daumen drücken und hoffen, dass die "richtigen" Aufgaben dran kommen...

Frau Böttger

Neulich habe ich meinem Dozenten in Elektrotechnik eine eMail mit einer einfachen Frage geschrieben, deutlich unterschrieben mit meinem ganzen Namen. Eine Woche später habe ich darauf eine Antwort bekommen, die fing so an:

Sehr geehrte Frau Böttger,
...


Girlie Girlie

Nach meinem Fototermin am Montag hab' ich Jelke besucht, die an dem Tag Geburtstag hatte. Mit vielen Freunden saß sie im Görlitzer Park, dem "Girlie Girlie", und hat gegrillt und Bier getrunken und gefeiert. Ich hab' auch ein Bier getrunken und die angenehme Stimmung genossen. Wir saßen mit 15 Leuten auf der Wiese neben dem Grill, Bier- und Sektflaschen, Salaten, Kuchen, usw. Ein Freund von Jelke hat mir erzählt, dass er in Peru war, um dort ein Straßenfußball-Team aus Jugendlichen zusammenzustellen. Dazu war er für vier Monate dort, was natürlich viel zu kurz war. Aber am Ende waren es 400 Jugendliche im Alter von 7 bis 21 Jahren, die mitgemacht haben. Und einige von ihnen waren sogar zur WM hier – sicher ein einmaliges Erlebnis für die Kids.
Ich hab' das Leben in dem Park also sehr genossen – endlich wieder mal Multi-Kulti um mich herum. Neben uns spielte einer mit 'nem Jojo und hat Tricks gemacht, fünfzehn Meter weiter saß eine Gruppe von sieben Leuten, die auf der Gitarre gespielt haben und dazu gesungen haben (zum Glück sehr gut), hinter uns spielte eine schwarze Familie mit ihren Kindern Fußball gespielt hat, noch weiter hinten war eine Gruppe von 20 Leuten, die etwas lauter Musik angemacht haben, vor uns ein Pärchen mit einem Fahrrad, das zum Picknick gekommen ist, ständig kamen irgendwelche jungen Leute vorbei, um sich mal eine Flasche aufmachen zu lassen, Zigarettenpapier zu schnorren, und und und. Also pures Leben – das war richtig schick. Dazu das geile Wettter – und ich wollte eigentlich nicht mehr weg... So hat mir Berlin tatsächlich gefallen – und das alles fehlt in Magdeburg völlig.
Geiler Tag!

Frauen am Zug

Der Deutsche Feuerwehrverband hat eine bundesweite Aktion mit dem Titel "Frauen am Zug" initiiert, um den Anteil der Frauen in den Feuerwehren zu verdoppeln. Dazu war ich am Montag in Berlin, um Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zu fotografieren, die die Plakatmotive mit Slogans wie "Frauen an den Brand-Herd" auf der Feuerwache Mitte präsentiert hat. Vorgetragen wurde ein Löschangriff von Feuerwehrmännern, die sich am Ende als Feuerwehrfrauen entpuppten. Zusammen mit Cornelia und Caroline durfte die Ministerin dann auch mal mit ans Strahlrohr...

Ich finde die Aktion super – ich habe mit Frauen in der Feuerwehr nur gute Erfahrungen gemacht. Außerdem würde es vielen Freiwilligen Feuerwehren gut tun, wenn die schwindende Mitgliederanzahl durch neue MitgliederInnen aufgepeppt wird.

Unvergessen bleibt für mich noch die Diskussion mit dem Wehrführer Erich in meiner Feuerwehr in Hamburg, als es um die Aufnahme der ersten Frau bei uns ging. Aber am Ende konnten wir uns durchsetzen und Tanja wurde tatsächlich aufgenommen. Das führte dann sehr bald zu einem wesentlich besseren Klima in der "Mann"schaft – und ziemlich schnell auch zur Scheidung bei einem anderen Kameraden... Aber das ist ja ein anderes Thema.
Und Bettina zum Beispiel ist mittlerweile stellvertretende Gemeindewehrführerin in Bad Bramstedt (SH). Cool.

Samstag, 21. April 2007

Feuer in Olvenstedt

Heute bin ich mal wieder zu einem Feuer nach Olvenstedt* ausgerückt, einem Stadtteil von Magdeburg. Ich hatte eh Fotobereitschaft – also hab' ich gedacht, ich kann ja mal gucken, was da so los ist. Als ich in der Straße angekommen bin, fuhren die Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr noch wild durch die Gegend, bis sie die Einsatzstelle gefunden hatten, an der bereits die FF Olvenstedt stand und im Einsatz war. Gebrannt hat es in einem typischen DDR-Wohnhaus, das aber leersteht. Zu Gucken gab's nichts, also hab ich drei Bilder gemacht und bin wieder nach Hause gefahren...

* Olvenstedt ist ähnlich wie HH-Osdorf; viele Plattenbauten, sozial am Rand, günstige Wohngegend.

Donnerstag, 19. April 2007

Respekt – die haben's schon geschafft

Letzten Freitag war Zeugnisvergabe hier in Magdeburg – die ersten Jungs und Mädels aus meinem Studiengang sind nun mit allem fertig, haben ihre Bachelorarbeit geschrieben und erfolgreich verteidigt. Herzlichen Glückwunsch an Euch alle und viel Erfolg weiter!

Auf dem Foto sind v.l.n.r.:
Prof. Dr.-Ing. Michael Rost, Stephan Senger, Thorsten Seitter, Katja Tassler, Sonja Bielenberg, Fabian Herz, Thorsten Behnke, Stefan Schneider und Jun.-Prof. Dr. Marcus Marx.

Alle Fotos findet ihr hier – es sind mal wieder ein paar mehr...
--> Jetzt sollte der Link auch funktionieren!

Aktualisiert:
"Magdeburger Uni bringt wieder 'Feuerwehr'-Ingenieure hervor" - ein Artikel in der Deutschen Feuerwehrzeitung vom DFV, hier als pdf-Datei (548kB).

Mittwoch, 18. April 2007

dem den und den dem

Eben bemerke ich mal wieder, wie sich eine gewisse Ignoranz in mir ausbreitet. Ich surfe gerade durch's Internet und bin auf der Suche nach einer guten Möglichkeit, Fotos im Netz abzulegen. Dabei stoße ich auf eine Seite von einem anderen Menschen, der da bereits ein paar Bilder aus Magdeburg hochgeladen hat. Ein paar Stadtansichten, ein paar Panoramen – nichts Weltbewegendes, aber ganz nett. Und bis eben dachte ich noch, ich würde dem einfach mal schreiben, bis ich dann etwas entdeckt habe, womit scheinbar richtig viele Leute ihre Probleme haben: mit der Unterscheidung von "dem" und "den". Und da war es dann auch schon wieder vorbei – dem schreibe ich sicher nicht mehr. Was zu viel ist, ist zu viel. Es macht mich einfach rasend, vor allem, weil sich diese Sprachschwäche offensichtlich immer weiter verbreitet, sie mir mittlerweile viel zu oft begegnet – auf Internetseiten, gedruckten Einladungen, im Sprachgebrauch von Studenten und Schülern... Und, weil es mit der Zeit ganz normal zu werden scheint und offenbar niemand mehr ein Interesse daran hat, sich grammatikalisch und sprachlich korrekt auszudrücken.
Ich mache sicher auch nicht immer alles richtig, aber ich finde, gewisse Grundzüge müssen sitzen!

• Anita, Diana, Andreas, Caroline – da müsste sich bei Euch doch auch alles umdrehen, oder?

Samstag, 14. April 2007

Ostdeutsch

Vor einigen Jahren schon hab' ich diesen Spot vom NDR gesehen:



Auch wenn ich mich mittlerweile gerne als Neu-Ossi bezeichne und mit Sicherheit schon einige Sprachangewohnheiten "verstehe" und auch anwende, gibt es noch eine ganze Menge an Wörtern und Bedeutungen, die ich so noch nie gehört habe. Heute hat Caro eine Liste bei Wikipedia gefunden – über den DDR-Sprachgebrauch.
Darin finden sich unter anderem so schöne Sachen wie zum Beispiel eine Grilletta, die einen Hamburger beschreibt. Oder Polylux für den Overheadprojektor. Oder, mein Favorit, die "Rauhfutterverzehrende Großvieheinheit" (RGV), womit der Viehbestand eines Betriebes je nach Art in RGV umgerechnet wurde, um den Futterbedarf vergleichen zu können, dabei war z.b. eine Kuh gleich eine RGV. Und "Urst" hab ich da auch wieder gefunden – ein Ausdruck, den Nicole immer gerne mit einbaut, wenn sie z.B. etwas besonders toll findet - eben urst geil...
Aber es ist schon interessant, wieviele von den Wörtern hier in Magdeburg immer noch aktuell sind und genutzt werden.
Nur – als Wessi versteht man's eben nicht immer gleich...

Freitag, 13. April 2007

Oldschool-Hip-Hop

Gestern war Dendemann in Magdeburg – in der Sackfabrik. Cool. Ich hab das nur durch Zufall entdeckt, weil mich der Freund von Sandra mit auf's Konzert in Erfurt nehmen wollte. Und da hab ich dann mal auf die Webseite von Dendemann geguckt – und zack, ist ausgerechnet auch in Magdeburg ein Konzert. Die Sackfabrik ist ein kleiner Club im Industriegebiet Rothensee, nicht weit weg von meinem Zuhause hier. Da sind Caro und ich dann hingegangen. Und, was soll ich sagen – es war ein geiles Konzert. Wir standen fast ganz vorne, und da der Club ziemlich klein ist, heißt fast ganz vorne eigentlich, dass wir fast vor Dendemanns Nase standen. Einmal kam er sogar ins Publikum und stand dann direkt neben Caro.
Also, geile Mucke – ein paar neue Lieder, ein paar Alte – und ein paar aus der früheren Zeit von EinsZwo. Für Hip-Hop-Fans ein absuluter Tipp, wie ich finde.



Mal ein Test, ob das mit der Einbindung von YouTube-Videos klappt. Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich diesen Hype mitmachen will. Mal sehen...

Dienstag, 10. April 2007

Huckepack

Neulich im Freihafen - ich war mit dem Auto unter- wegs, als ich plötzlich etwas feuerwehriges im Rückspiegel sehe. Und Zack, hab' ich noch schnell ein Foto davon gemacht. Ein altes Rundhauber-LF huckepack auf einem mindestens genauso alten, orangen DMF.
Was mit den beiden Autos wohl passiert? Ob die vielleicht per Schiff nach Afrika gehen?

Montag, 9. April 2007

Bernhard?!

Neulich in Magdeburg. Caro und ich fahren mit dem Auto durch die Stadt. Und aus irgendeinem Grund meinten wir, dass wir sicher Bernhard irgendwo zufällig treffen würden. Und, was soll ich sagen – so war es dann auch. Er stand an einer Straßenbahnhaltestelle – und da haben wir ihn dann einfach aufgepickt und sind zusammen etwas durch die Stadt gedüst. Lustig war's.

Und was hat Bernhard so gesagt?

Fleischerei

In Magdeburg finden sich an einigen Ecken noch alte Relikte aus der DDR-Zeit. Viele Häuser sind mittlerweile ver- lassen und verfallen, einige wurden saniert und wiederher- gerichtet.
Bei mir gleich um die Ecke, also in der Alten Neustadt, findet sich ein Altbau-Eckhaus, in dem früher eine Fleischerei war. Das Schaufenster und die Tür sind noch aus Holz gemacht – und darüber ist "Fleischerei" auf die Hauswand gemalt. Das Haus ist unbewohnt, die Rolläden sind heruntergelassen. Und langsam aber sicher verfällt dieses Haus. Steht man davor, wirkt es wie eine Filmkulisse – oder fast sogar, als wäre man um 80 Jahre zurückversetzt, in die 20er Jahre. Auf der Straße Kopfsteinpflaster, kaum Verkehr, dann an der Ecke dieses Haus – eigentlich fehlen nur noch die spielenden Kinder mit ihren alten, schwarzen Fahrrädern – oder, um dem DDR-Charme gerecht zu werden, ein paar Trabbies und Wartburgs, die davor parken.
Das Bild wird gerade nur durch die halbwegs modernen West- Karren gestört, die einen aus dem Traum zurück in die Realität zurück- holen.

Aber irgendwie ist's auch cool, oder?

Traurig

Vor einiger Zeit hat Caro den beiden Kanarienjungs eine neue orange Henne dazugesetzt – und die drei haben sich auch auf Anhieb prächtig verstanden. Der Gelbe hat die Henne auch schon bald mehrmals täglich gevögelt, nur Eier hatte sie noch nicht gelegt. Und nun, plötzlich, ein paar Wochen später, lag zuerst das weiße Junge tot im Käfig – und einen Tag später die Henne. Und wir haben keine Ahnung, was passiert sein könnte, denn der Gelbe erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit.
Ganz schön traurig, jetzt ist der Ursprungsvogel erstmal wieder ganz allein....