Freitag, 10. November 2006

Soria, erster Tag

Gestern war nun mein erster Tag in Soria. Ich konnte erstmal ausschlafen und mich von den letzten Tagen erholen. Am Nachmittag sind Caro und ich dann zusammen zur Uni losgegangen. Die neue Uni ist nicht weit weg von Caros zu Hause, in zehn Minuten ist man schon da – allerdings ist sie oben auf einem Berg – da muss man erstmal rauf. Von dort kann man dann ganz gut über die Stadt gucken – und auf der anderen Seite sind noch mehr Berge. Und der Fluss Rio Duero, den wir auch schon in Porto gesehen haben. Caro hatte jedenfalls zwei Stunden Spanisch – und ich bin dann in der Zeit ein bisschen spazieren gegangen. Erst hab' ich mir die Stadt von oben angeguckt, dann bin ich den Berg runter gewandert und einfach irgendwo langgegangen. Die Sonne hat geschienen und es war richtig warm. Das tat richtig gut. Und die Landschaft sah schon schön herbstlich aus. An meinem Weg bin ich an zwei kleinen Häuserchen vorbeigekommen. An einem rauchte sogar der Schornstein, aber Leute hab ich nicht gesehen. Irgendwann bin ich erst einen Berg hoch, und dann an der Straße wieder nach Soria reingegangen, am Bahnhof vorbei, zum Supermarkt. Nach zwei Stunden bin ich wieder an der Uni gewesen – und hab Caro wieder abgeholt. Wir waren kurz einkaufen, und dann sind wir in die Sprachenschule, wo Caro drei Spaniern Deutsch beibringt. Aber sie sind alle nicht gekommen, weil sie wohl länger arbeiten mussten. Schade.
Am Abend waren wir dann in der Stadt unterwegs - im Nachtleben. Zuerst haben wir einen Laden gesucht, wo wir was zu Essen bekommen, aber dafür waren wir wohl etwas spät. Aber dann haben wir doch noch einen Sandwich-Laden gefunden. Der Mann hinter dem Tresen war etwas unfreundlich, aber wir haben dort ein Baguette mit was drauf gegessen – und das war lecker.
Nach dem Essen haben wir uns eine Bar gesucht - aus der ersten sind wir sofort wieder rausgegangen, weil sie uns nicht angemacht hat. In der zweiten Bar haben wir dann schon mal ein kleines Bier getrunken. Und in der dritten Bar sind wir dann geblieben. Da gab's Baileys für Caro und Bier für mich. "Tandem" hieß der Laden – und da haben wir uns wohl gefühlt – normale Leute, gute Stimmung. Als wir da dann raus sind, hat Caro noch ein paar Mitstudenten getroffen, mit denen wir dann noch in einen Tanzschuppen gegangen sind, der rappelvoll war. Und von dort aus sind wir dann wieder nach Hause und ins Bett. Schön!

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