Montag, 9. April 2007

Fleischerei

In Magdeburg finden sich an einigen Ecken noch alte Relikte aus der DDR-Zeit. Viele Häuser sind mittlerweile ver- lassen und verfallen, einige wurden saniert und wiederher- gerichtet.
Bei mir gleich um die Ecke, also in der Alten Neustadt, findet sich ein Altbau-Eckhaus, in dem früher eine Fleischerei war. Das Schaufenster und die Tür sind noch aus Holz gemacht – und darüber ist "Fleischerei" auf die Hauswand gemalt. Das Haus ist unbewohnt, die Rolläden sind heruntergelassen. Und langsam aber sicher verfällt dieses Haus. Steht man davor, wirkt es wie eine Filmkulisse – oder fast sogar, als wäre man um 80 Jahre zurückversetzt, in die 20er Jahre. Auf der Straße Kopfsteinpflaster, kaum Verkehr, dann an der Ecke dieses Haus – eigentlich fehlen nur noch die spielenden Kinder mit ihren alten, schwarzen Fahrrädern – oder, um dem DDR-Charme gerecht zu werden, ein paar Trabbies und Wartburgs, die davor parken.
Das Bild wird gerade nur durch die halbwegs modernen West- Karren gestört, die einen aus dem Traum zurück in die Realität zurück- holen.

Aber irgendwie ist's auch cool, oder?

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